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  • Christian Vogt

Kriterien für den "ramp up"

Was Unternehmen, aber auch die Gesellschaft nach meiner Bewertung nun sehr schnell benötigen:

Verlässliche und kommunizierte Kriterien für einen möglichen Weg aus dem "lock down". Wenn dies aus der Befürchtung heraus, man könne dies dann nicht mehr zurücknehmen, unterbleibt, fehlen wichtige Impulse für die Wirtschaft und die Möglichkeit sich dann auch gemeinsam darauf vorzubereiten. Selbst der Ethikrat fordert hier mehr Diskussion.

Europa und sogar Deutschland ging sehr unterschiedlich in den "Schließ-Modus"; herauskommen sollten wir aber möglichst einheitlich; natürlich dort, wo einheitliche Bedingungen herrschen.

Die Virus-Reproduktionsrate, also die Zahl der Neuansteckungen, wird wohl das zentrale Entscheidungskriterium sein. Bei gleichzeitig steigender Zahl der Testkapazitäten sollte und muss dies jedoch in mathematisch angemessene Korrelation gesetzt werden. Die unterschiedliche Vorgehensweise in Deutschland bis auf unterste Ebenen lässt nicht zu, dass die Anzahl der Infizierten optimal zu bewerten ist. Inwieweit man hier auf eine "Durchseuchung" der Gesellschaft warten möchte, ist mir aktuell unklar; am Beispiel Südkorea zeigt sich, dass der Umgang mit COVID19 dort die Durchseuchung nicht als überhaupt relevanten Faktor gesehen hat; bis dato mit tollem Erfolg. Wenn der oberste Regierungs-Virologe nun eine noch (zu) geringe Durchseuchung in Deutschland benennt, ist dies gegenwärtig sehr unscharf zu bewerten. Die Wirtschaft kann und darf hier nicht auf Experimente warten, sondern benötigt frühzeitig verlässliche Planungskriterien; wenn es der Faktor Reproduktionsrate <1 ist, dann muss diese Kennzahl belastbar und mathematisch bestmöglichst der Gesamtlage zugeordnet werden. Lieferketten müssen kommunizieren und sich wieder erneut verzahnen; das benötigt Vorplanung!

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